Warum sind Heidelbeeren blau?

Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt, kommen in unterschiedlichen Nuancen und Schattierungen daher. Während wilde Waldheidelbeeren durch und durch blau gefärbt sind, ist bei der Kulturheidelbeere lediglich die Schale blau, das Fruchtfleisch hingegen ist weißlich.

Doch woher kommt eigentlich das samtige Blau der süß-sauren Heidelbeeren?

Verantwortlich für die Blaufärbung der fleischigen Beeren sind sekundäre Pflanzenstoffe namens Anthocyane. Diese chemischen Verbindungen sind hauptsächlich in den äußeren Pflanzenschichten wie der Schale angesiedelt und verleihen Blüten und Früchten eine rote, violette oder blaue Färbung. Zu ihren Funktionen gehören der Schutz vor UV-Strahlung, das Anlocken von Insekten und die Bindung freier Radikale.

Diese sogenannte antioxidative Wirkung übertragen die Anthocyane gleichermaßen auf den Menschen: Sie binden freie Radikale und schützen somit vor einigen Gesundheitsstörungen, die durch oxidative Prozesse entstehen können. Dazu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Aber auch bei Entzündungen oder erhöhtem Blutdruck wird den Pflanzenfarbstoffen eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Darüber hinaus schützen die sekundären Pflanzenstoffe den Darm vor Bakterien und unterstützen das Verdauungssystem. Durch die Freisetzung von Insulin vermögen die Anthocyane sogar den Blutzuckerspiegel zu senken.

Doch aufgepasst! Mit der wildwachsenden Sorte der Heidelbeeren könnt ihr ein wahres „blaues Wunder“ erleben: Die Anthocyane im Fruchtfleisch und der Schale sind wasserlöslich und färben daher beim Verzehr Zähne, Lippen und Zunge blau. Das sorgt vor allem bei Kindern für großen Spaß.

Lasst euch von den gesunden, blauen Beeren verzaubern!

Euer Dole Team

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