Stärker würzen, länger leben

Chilis können zu einer höheren Lebenserwartung verhelfen

Vielleicht kennt ihr Jalapeño, Cayenne, Serrano und Thai als Chilisorten, die auf der ganzen Welt zum Würzen von Gerichten geschätzt werden. Aber die kleinen Früchte sorgen nicht nur für Schärfe auf dem Teller, sondern sind auch vollgepackt mit guten Nährstoffen und empfehlen sich als gesunde, natürliche Helfer beim Abnehmen und der Behandlung von Geschwüren. Für eine Studie aus dem Jahr 2019, die im Journal of the American College of Cardiology veröffentlicht wurde, haben die Forscher die kleinen Schoten eingehend untersucht, um herauszufinden, ob sich ein erhöhter Verzehr positiv auf unsere Lebensdauer auswirkt.

Sie überprüften über einen Zeitraum von fünf Jahren die Ernährung von fast 23.000 italienischen Männern wie Frauen und fanden heraus, dass ein Viertel der Teilnehmer regelmäßig mehr als vier Mal in der Woche Chilis aßen. Außerdem pflegten sie einen eher mediterranen Ernährungsstil, neigten jedoch zu höheren Blutzucker- und Blutfettwerten. Trotzdem folgerten die Wissenschaftler, dass diejenigen, die regelmäßig Chilis essen, ein geringeres Sterberisiko haben als diejenigen, die dies selten oder nie tun. Zwar sind die Hintergründe für diesen positiven Effekt noch unklar, doch legen frühere Untersuchungen nahe, dass die antioxidativen Eigenschaften von Capsaicin – dem gesunden Inhaltsstoff, der Chilis ihre Schärfe gibt – dafür verantwortlich sein könnten.

Egal ob frische, eingelegte oder getrocknete Chilis – die Möglichkeiten, Gerichte mit Chilis zu würzen, sind grenzenlos. Italiener bezeichnen alle Varianten zusammen als pepperoncini und verwenden sie für Pasta, Pizza und Tomatensaucen.

Wenn das Thema Chili neu für euch ist, merkt euch diese Profi-Tipps:

  • Fügt euren Gerichten anfangs nur kleine Mengen frischer oder getrockneter Chilis hinzu, um eure Geschmacksknospen nicht zu überfordern!
  • Tragt Einmalhandschuhe, wenn ihr sie verarbeitet! Ihre ätherischen Öle können lange haften bleiben und für Haut und Augen ziemlich unangenehm werden.
  • Entfernt alle Samen und weißen Stege aus dem Inneren der Schoten – hier lauert am meisten Schärfe! Während ihr ausprobiert, welche Chilisorten ihr am liebsten mögt, könnt ihr irgendwann auch mal ein paar Stege und Samen mit verarbeiten.
  • Wie wäre es mit Chili in Gerichten, die eigentlich süß sind? Die Schärfe der Chili balanciert die Süße gut aus, sodass die betreffenden Desserts unglaublich viel Aroma entfalten.

Euer Dole Team

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