Papas Einfluss auf die Ernährung des Kindes – vor und nach der Geburt!

Niemand weiß, wer sich die „Flugzeug-“ oder die „Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn“-Methode zum Füttern von Kindern ausgedacht hat. Wir können es zwar nicht beweisen, finden es aber naheliegend, dass sie von Vätern erdacht wurden. Doch gibt es zwei Studien, die den väterlichen Einfluss auf die Gesundheit und Ernährung seines Kindes mit größerer Sicherheit belegen – vor und nach der Geburt.

In der ersten, in Fertility and Sterility veröffentlichten Studie haben sich die Forscher die Ernährung und die allgemeine Gesundheit werdender Väter einmal genauer angesehen. Sie fanden heraus, dass bei Vätern mit Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Diabetes, hohem Blutdruck oder gar Depressionen das Risiko einer Frühgeburt (mehr als drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin) um 19 % und das Risiko, dass das Kind nach der Geburt intensivmedizinisch betreut werden musste, um 28 % erhöht war. Da die Väter zu 50 % für die Gene ihres Nachwuchses verantwortlich sind, ist ihre Gesundheit genauso wichtig wie die der Mütter, wenn sie schwanger werden möchten – diese Studie zeigt das noch einmal ganz deutlich.

Eine andere Studie der University of Eastern Finland erforschte die Vorbildfunktion von Eltern, wenn es um das Essen von gekochtem und rohem Obst und Gemüse geht. Bei der Arbeit mit 100 Familien mit Kindergartenkindern zwischen drei und fünf Jahren fanden die Forscher heraus, dass die Väter besonders großen Einfluss darauf haben, in welchem Maße ihre Kinder gegartes Gemüse essen. Die Ernährung der Mütter ist laut der Studie hingegen stark verhaltensprägend, wenn es darum geht, inwieweit die Kinder rohes Gemüse und Obst essen. Außerdem kamen die Forscher zu dem Schluss, dass man Kindern am besten beim Abendessen beibringen kann, in wie vielen Varianten sich Gemüse zubereiten lässt – in Form von Hauptgerichten genauso wie als Appetithäppchen und Beilagen. Wenn Kinder also dazu animiert werden sollen, ihren gerösteten Brokkoli oder gedünsteten Spinat zu essen, kommt dem Vater – und seiner Gabel! – eine führende Rolle zu.

Was lernen wir daraus? Kindern gute Essgewohnheiten beizubringen und so ihre Gesundheit zu fördern liegt nicht nur in der Verantwortung eines Elternteils. Es dauert seine Zeit, bis sich die Gewohnheiten festigen, und beide Eltern spielen eine wichtige Rolle dabei!

Euer Dole Team

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