Die Morgenroutine ist die beste Basis für einen energiereichen Tag – Gastbeitrag von EAT TRAIN LOVE

Es ist 6.30 Uhr. Euer Wecker klingelt. Mit müden Augen macht ihr ihn per Snooze-Taste noch einmal aus und gönnt euch weitere zehn Minuten im Traumland. Dieses kleine Ritual wiederholt ihr, bis es wirklich schon richtig spät ist und ihr hektisch aus dem Bett springt. Schnell unter die Dusche, anziehen, noch einen Kaffee und dann ab ins Büro. Für das Frühstück bleibt keine Zeit. Essen geht auch später. Im Büro angekommen, hastet ihr sogleich in den ersten Termin und der stressige Tag nimmt seinen Lauf. Kommt euch diese Beschreibung bekannt vor?

So oder so ähnlich sieht der morgendliche Ablauf vieler Menschen aus. Und das jeden einzelnen Tag!

Mit einer persönlichen Morgenroutine programmieren wir uns und unseren Körper bereits auf einen erfolgreichen Tag. Dies ist sogar wissenschaftlich untersucht und bewiesen worden. Die Zusammenhänge sind sehr komplex – wichtig ist die erste Stunde des neuen Tags. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Der Start bestimmt die Qualität unseres gesamten Tages. Doch wie können wir unseren Tagesbeginn bewusst anders gestalten und ihn zu unserem Vorteil nutzen? Die Antwort ist einfach: Mit einer persönlichen Morgenroutine, die wir uns Schritt für Schritt aneignen.

Was ist eine Morgenroutine?

Eine Morgenroutine ist letztlich nichts anderes als ein bewusst gewählter, typischer Ablauf von einer oder mehreren Gewohnheiten, die wir jeden Morgen durchführen. Da wir nach einer ausgeruhten Nacht geistig noch völlig frisch und aufnahmebereit sind, haben wir am Morgen die beste Gelegenheit, unseren Körper und Geist optimal auf einen erfolgreichen, wachen und aktiven Tag vorzubereiten.
Besonders sinnvoll ist es, bereits am Morgen die Dinge für uns und unser Wohlbefinden zu tun, die möglicherweise im Verlauf unseres Tages untergehen. Dabei meine ich natürlich die schönen Dinge wie Yoga oder ein ausgiebiges Frühstück und nicht das Beantworten der längst überfälligen Mails vom Vortag. Welche die „schönen Dinge“ für euch ganz persönlich sind, mit denen ihr euer Morgenritual gestalten wollt, bestimmt ihr selbst, denn es hat nur ein einziges Ziel: dass es euch gut tut und ihr voller Energie in den neuen Tag startet.

Warum ist eine Morgenroutine so gut für uns?

Die Zusammenhänge sind sehr komplex, doch wir können es auf eine einfache Formel bringen: Was wir unserem Geist und unserem Körper bereits am Morgen in positiver Weise zuführen, das begleitet uns den gesamten Tag.
Bringen wir beispielsweise unseren Kreislauf mit einer kleinen Laufrunde oder einem kräftigenden Workout auf Trab, dann fühlen wir uns tagsüber viel beweglicher und wacher. Oder wenn wir morgens einige positive Affirmationen wie „Für mich ist immer gut gesorgt“ wiederholen, dann ziehen wir auch genau dieses Gefühl begleitend in unseren Tag und uns geht es die gesamte Zeit über blendend.
Die positive Wirkung einer ausgiebigen Morgenroutine ist bereits nach einigen Wochen – manchmal schon nach Tagen – spürbar. Und selbst eure Mitmenschen sehen die positiven Veränderungen irgendwann an eurer neu gewonnenen inneren Gelassenheit sowie eurer energievollen Ausstrahlung. Wenn ihr jemanden fragt, der bereits erfolgreich eine schöne Morgenroutine für sich entwickelt hat, würde er euch bestimmt begeistert davon vorschwärmen und nie wieder auf diese morgendliche Extrazeit verzichten wollen. Daher sind viele Menschen sogar bereit, für eine neue Morgenroutine 30 bis 60 Minuten eher aufzustehen, um genügend Zeit für sich zu haben.

Wie erlernen wir eine neue Morgenroutine?

Routinen sind erlernte Gewohnheiten. Sie laufen nach einer gewissen Zeit fast automatisch – ohne geistigen Aufwand – ab und prägen sich dabei immer besser in unser Gedächtnis ein. Unser Geist liebt solche Routinen, da sie ihm die tägliche Arbeit enorm erleichtern. Wir müssen nicht mehr darüber nachdenken, was wir jetzt tun und entscheiden. Wir tun es einfach.
Um eine neue Gewohnheit zu erlernen, brauchen wir etwa drei Wochen tägliches Training. Man sagt innerhalb dieses Zeitrahmens von 21 Tagen ist der kognitive Lernprozess gefestigt, so dass die Gewohnheit quasi automatisch ablaufen kann und wir nicht mehr großartig nachdenken müssen. Wir starten damit direkt nach dem Aufstehen in den Tag und unser Geist und unser Körper können langsam wach werden.
Das wichtigste Prinzip beim Üben ist die Regelmäßigkeit. Damit eine neue Tätigkeit tatsächlich zu einem festen Ritual wird, ist es in der Lernphase entscheidend, täglich am Ball zu bleiben und sie jeden Morgen einzuüben.

Morgenroutine

Wie füllt ihr eure Morgenroutine sinnvoll? Und was solltet ihr besser sein lassen?

Ich bin ein großer Freund davon, dass jeder Mensch seine eigene morgendliche Routine entwickelt und sich nicht an einem festen Ablaufschema – etwa dem von erfolgreichen Menschen – orientiert. Denn nicht für jeden sind 30-minütiges Meditieren oder das Schreiben eines Erfolgstagebuchs passend. Am wichtigsten ist, dass euch euer Morgenritual Spaß macht und es euch zu der gewünschten Energie verhilft. Ob ihr eure Routine lieber aktiv gestaltet oder ganz in Stille angeht, das entscheidet ihr allein. Dennoch möchte ich euch gern einige DO’s und DON’Ts an die Hand geben, an denen ihr euch bei der Gestaltung orientieren könnt.

DO:

  • Wählt einen sanften Klingelton bei eurem Wecker, der euch harmonisch in den Tag starten lässt.
  • Trinkt ein Glas lauwarmes Wasser, gern auch mit einem Spritzer frischem Zitronensaft. Das kurbelt den Stoffwechsel gut an.
  • Öffnet ein Fenster und atmet die frische Morgenluft drei, viermal tief in eure Lungen ein!
  • Sucht euch eine kleine sportliche Einheit aus, die gut zu eurem morgendlichen Befinden passt. Sanft sind Yoga und Qi Gong. Dynamischer geht es mit kräftigenden Fitnessübungen oder einer Laufeinheit. Die Bewegungen bringen den Körper in Schwung und machen ihn beweglich.
  • Eine meditative Praxis sollte ebenfalls Bestandteil eures Morgenrituals sein. Übt euch in Stille mit geschlossenen Augen und konzentriert euch auf euren Atem, wenigstens für fünf bis zehn Minuten.
  • Übt euch in Dankbarkeit und sagt oder schreibt alles auf, wofür ihr an diesem Morgen dankbar seid. Eine dankbare Haltung wirkt sich äußerst positiv auf euren Gemütszustand aus.
  • Genießt täglich euer Frühstück!

DON’Ts:

  • Verzichtet auf einen schrillen Wecker, der euch nur erschreckt.
  • Lasst das Smartphone definitiv bis nach eurer Morgenroutine vollkommen aus. Legt es am besten weit weg von eurem Bett und eurem Platz, den ihr für eure Morgenroutine wählt.
  • Lest und hört morgens keine Nachrichten. Die oft schrecklichen News programmieren unseren Geist in negativer Weise.
  • Macht nicht zu viel am Morgen! Drei bis vier kleine Rituale, die ihr zu eurer Morgenroutine wählt, reichen vollkommen aus.
  • Hetzt euch nicht, sondern nehmt euch auf jeden Fall Zeit für eure Morgenroutine. Ich empfehle 30 bis 40 Minuten.

Wie sieht meine persönliche Morgenroutine aus?

Ich habe vor rund drei Jahren meine Morgenroutine in mein Leben integriert und es war eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte. Mein Alltag läuft seitdem so viel positiver, energievoller und erfüllender ab. Ich möchte nie wieder ohne leben. Da sich meine Morgenroutine mit der Zeit immer wieder ein bisschen verändert, stelle ich euch meinen derzeitigen Ablauf vor:

  • Mein Wecker klingelt um 5.45 Uhr. Ich stehe auf und atme erst einmal frische Luft an meinem offenen Fenster ein.
  • Dann gehe ich ins Badezimmer, benutze den Zungenschaber und putze mir die Zähne.
  • Anschließend gehe ich in mein Yogazimmer und mache dort einige Sonnengrüße sowie weitere Asanas, um beweglich zu werden. Auch hier sind die Fenster von Frühling bis Herbst immer weit geöffnet, um die frische Luft zu genießen.
  • Nach meinen Yogaübungen stelle ich mich aufrecht hin und schüttele meinen gesamten Körper durch: Hände, Arme, Füße, Beine und die Körpermitte. Dazu mache ich mir energievolle Musik an. Dieses Schütteln und leichte Tanzen zur Musik macht mir so richtig gute Laune.
  • Danach setze ich mich in Stille auf mein Meditationskissen, lausche zunächst meinem Atem und verbinde mich dann mit dem freundlichen Universum und der Kraft, die uns alle leitet. Ich nutze dafür einige positive Affirmationen wie „Ich folge meiner inneren Weisheit“.
  • Wenn ich mich dann gut gestärkt und ruhig fühle, gehe ich duschen und wecke anschließend meinen Partner. Wir trinken gemeinsam eine Tasse Tee und sprechen dabei oder später beim Frühstück über unseren Tag. Dabei konzentrieren wir uns auf die Dinge, die uns richtig Freude bereiten und wofür wir dankbar sind.
  • Mein Frühstück besteht aus einem grünen Smoothie mit frischem Obst und Blattgrün, einem grünen Tee sowie meist noch einer Schale Oatmeal mit ayurvedischen Gewürzen, die mir gut tun.

Ich hoffe, ihr habt jetzt genug Inspirationen aus erster Hand für eure persönliche Morgenroutine erhalten. Ich freue mich, wenn ihr sie ebenso erfolgreich in euren Alltag integriert und ihre „Magie“ auf euch wirken lasst. Viel Spaß dabei!

Eure Kristin

 

Kristin Woltmann bloggt auf EAT TRAIN LOVE  über ihren Weg zu einem gesunden Lebensstil. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit lebte sie zwei Wochen lang nach dem Dole „My Energy“-Code und teilt dabei ihre Erfahrungen mit ihren Lesern. In diesem Beitrag hat sie aufbereitet, wie der Start in einen energiereichen Tag gelingen kann, so dass bereits mit dem Aufstehen die Basis für ein gesundes, erfülltes und langes Leben gelegt werden kann.

 

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