Kochen oder nicht kochen?

Das Kochen fettreicher Lebensmittel kann zusätzliche Kalorien freisetzen

Nein, es ist kein Zaubertrick. Das Kochen von stärke- oder eiweißreichen Lebensmitteln wie Bohnen oder Fleisch erhöht, wie ältere Studien gezeigt haben, tatsächlich die vom Körper nutzbare Energie. Nun haben Wissenschaftler der Harvard University zum ersten Mal die Folgen des Kochens von fettreichen Speisen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kalorienverwertung untersucht. In ihrer 2014 veröffentlichten Studie analysierten die Forscher aus Harvard die Kalorienverwertung von Erdnüssen, die pro Unze (ca. 28 g) 14 g Fett enthalten und fanden heraus, dass eine Ernährung mit ganzen, gerösteten Erdnüssen die stärkste Gewichtszunahme zur Folge hat: Die gegarten, gerösteten Erdnüsse lieferten mehr Energie aus Fett als die rohen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Röstprozess die Öle in den Erdnüssen „vor-verdaut“, so dass es für die Enzyme einfacher ist, die Fette nach der Nahrungsaufnahme „aufzuschließen“. Interessanterweise führte in dieser Studie das Zerkleinern der Erdnüsse mit einer Küchenmaschine nicht zu einer erhöhten Kalorienverwertung.

Diese Ergebnisse haben bedeutende Auswirkungen auf Gewichtsabnahmestrategien und das Gesundheitswesen. Vor allem wird die Garmethode – oder der Verzicht auf das Garen – in Standard-Ernährungsanalysen nicht berücksichtigt. Gekochte, geröstete und rohe Erdnüsse oder andere fettreiche Lebensmittel können sich hinsichtlich ihres Gesamtkalorieninhalts aber durchaus unterscheiden. Bei unterernährten Kindern könnten sich geröstete Erdnüsse demnach positiver auf das Gewicht auswirken als rohe.

Wir lieben Erdnüsse – egal ob geröstet oder roh. Für die meisten Menschen ist es nur schwierig, sich für die richtige Portionsgröße zu entscheiden. Bei ganzen Erdnüssen liegt sie bei etwa 28 g oder 28 Stück.

Alles Gute
Jenn

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