Gluten, FODMAPs und ihre Bedeutung für unsere Gesundheit

Gluten

Ob Pasta, Brot oder auch Cupcakes – glutenfreie Produkte sind plötzlich total angesagt. Fakt bleibt jedoch, dass es nicht in jedem Fall nötig ist, Gluten dauerhaft von der Speisekarte zu streichen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Gruppe von speziellen Zuckern, den sogenannten FODMAPs (fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole), die im Verdacht stehen, bei manchen Menschen Unwohlsein hervorzurufen.

Was ist Gluten?

Gluten ist ein Protein, das in Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Es sorgt für eine gute Struktur und Elastizität von Brot und Teig und ist Bestandteil vieler verpackter Lebensmittel. Unter bestimmten Umständen kann dieses Protein allerdings zu Unverträglichkeitsreaktionen führen.

Körperliche Reaktionen

Dies ist zum Beispiel der Fall bei Zöliakie, einer genetisch bedingten, durch Gluten hervorgerufenen Autoimmunerkrankung, unter der weltweit 1 % der Bevölkerung leidet. Wenn ein Mensch mit Zöliakie Gluten zu sich nimmt, kommt es zu einer Dünndarmentzündung, die zu einer Schädigung des Darms und damit einhergehenden Komplikationen führen kann. Außerdem gibt es Menschen, die allergisch auf Weizen reagieren.

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Bild: Bauchschmerzen sind ein typisches Symptom bei Glutenunverträglichkeit

FODMAPs

Ärzte haben inzwischen eine weitere Erkrankung im Visier, die leicht mit Weizensensitivität verwechselt werden kann: die Unverträglichkeit gegenüber FODMAPs – eine Gruppe von Zuckern, die in bestimmten Lebensmitteln vorkommen. Wenn sie übermäßig konsumiert werden, sammelt sich Wasser im Darm, die Zucker werden nur schlecht verdaut, resorbiert und von Bakterien im Darmtrakt fermentiert. Menschen, die empfindlich auf FODMAPs reagieren, können unter Krämpfen, Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall leiden.

Auf die Ernährung achten

Hier kann eine FODMAP-arme Ernährungsweise mit Geflügel und Fisch, Hafer und Reis, laktosefreie Milch-oder Milchersatzprodukte sowie den meisten Gemüsesorten und Früchten wie Bananen, Ananas, Himbeeren und Kiwis helfen. Äpfel, Wassermelonen, Mangos und Brombeeren hingegen enthalten viele dieser Zucker und sollten daher für eine FODMAP-arme Ernährung gemieden werden.

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Bild: Glutenhaltige Lebensmittel aus Weizen, Roggen und Gerste

Muss glutenfrei sein?

Wenn ihr keine unangenehmen Symptome nach dem Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln bemerkt, gibt es keinen Grund, darauf zu verzichten. Sprecht bei Unwohlsein am besten mit eurem Arzt um die Ursache festzustellen.

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